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Meine Backup Strategie mit Drobo und Backblaze

Vor ein paar Tagen war der World Backup Day. Grund genug also, sich mit der eigenen Backup Strategie zu beschäftigen. Denn das diese wirklich wichtig ist, habe ich leider auch schon am eigenen Leib erfahren müssen. Glücklicherweise ging das jedoch alles bisher ziemlich glimpflich ab.

So hat kurz nach der USA Reise meine externe Festplatte – auf der die ganzen Originaldaten liegen – mit einem lauten klickern auf sich aufmerksam gemacht und verwehrte mir den Zugriff auf die Daten. Glücklicherweise ist jedoch nichts weiter passiert, da die USA Fotos noch auf dem Laptop lagerten und die restlichen Daten schon extern gesichert waren (dazu später mehr). Trotzdem ist ein solcher Ausfall jedoch ärgerlich, da die Arbeit für die nächsten Tage nur eingeschränkt möglich war und erst ein Ersatz für die defekte Festplatte besorgt werden musste.

Damit mir dies nicht noch einmal passieren kann und dann eventuell auch wirklich Daten verloren gehen, habe ich den Vorfall zum Anlass genommen, meine damalige Backup Strategie zu überarbeiten. Schließlich lassen sich gerade Fotografien nur sehr bedingt nachträglich noch einmal anfertigen. Daher sollte man in diesem Genre besonders »paranoide« sein, was die eigenen Daten betrifft.

Mein Setup sah bislang so aus, dass sich meine Lightroom Kataloge auf dem MacBook Pro befanden, und dort mittels TimeMachine auf eine separate externe Festplatte automatisch gesichert werden. Die eigentlichen Rohdaten der Fotos lagen (bis auf aktuelles Material bei Reisen) auf der 1 TB Festplatte, welche die Geräusche von sich gab.

Foto vom DroboIn meinem neuen bzw. aktuellen Setup habe ich die 1 TB Festplatte durch einen »Drobo« ersetzt. Der Drobo ist ein sehr geniales Stück EDV-Peripheriegerät, welches letztendlich erst einmal nichts anderes ist, als ein externes Gehäuse für mehrere SATA-Festplatten. Das wirklich tolle daran ist jedoch, dass es automatisch alles Daten klug auf den externen Festplatten redundant verteilt. So kann jederzeit eine einzelne Festplatte ausfallen, und es kann ohne Daten- und Zeitverlust direkt weitergearbeitet werden – als wäre nichts passiert. Genau das also, was ich brauche.

Ein weiterer Vorteil vom Drobo ist, dass der Speicherplatz variabel ist. Wenn beide Festplatten (2×1 TB ergibt 1 TB nutzbarer Speicher) einmal voll ist, kann ich einfach eine weitere Festplatte in das Gerät schieben. Daraufhin werden die gespeicherten Daten für eine optimale Redundanz erneut verteilt. Wenn alle Plätze (vier sind es bei meinem Modell) belegt sind, können wiederum kleinere Festplatte entnommen und durch größere Festplatten ersetzt werden. Bei dem kleinsten Modell mit 4 Slots, kann so ein maximaler Speicherplatz von 16 Terabyte erreicht werden. Das sollte erst einmal für die nächsten Jahre reichen …

Die Einrichtung des Gerätes geht sehr schnell und ist das 10 Minuten erledigt. Wenn auf die Festplatten zugegriffen wird, ist der Drobo nur leider recht laut. Zumindest bei mir, da es kaum Außengeräusche gibt. Aber wenn man den Drobo entsprechend weit weg bzw. unter den Tisch stellt, dann hört man ihn kaum noch.

Backblaze – Meine Datenversicherung

Was passiert jedoch bei schlimmeren Ereignissen als einen Festplattencrash? Gerade wenn man in Richtung Hochwasser oder Feuer denkt … Schließlich liegen alle Datensicherungen lokal bei mir zu Hause und wären bei einem solchen Ereignis komplett verloren. Aus diesem Grund setze ich seit einem Jahr zusätzlich auf ein externes Online-Backup. Hier werden die Dateien lokal verschlüsselt und mit einer ebenfalls verschlüsselten Verbindung in ein Rechenzentrum (meist in den USA) übertragen und gespeichert.

Derzeit kenne ich die beiden Anbieter Mozy und Backblaze. Ich habe mich damals nach einigen Tests für Backblaze entschieden gehabt. Beide Dienste kosten um die fünf Dollar im Monat. Eine gute Übersicht über die Möglichkeiten solcher Backup und Anbieter gibt es in einem Artikel von t3n.

Ein solches Backup kann je nach Internetleitung mehrere Wochen oder auch Monate dauern. Und gerade bei größeren Datenmengen wie Fotos hängt das Online-Backup naturgemäß auch immer hinterher. Deshalb kann ein solches Backup auch keine lokale (zeitnahe) Sicherung ersetzen. Jedoch sind solche Dienste eine gute Alternative für das »Außer-Haus-Backup« und könnten auch als Datenversicherung bezeichnet werden.

Zusammengefasst, mein derzeitiges Setup sieht so aus:

  • Arbeitssystem (MacBook Pro): Internet Festplatte wird auf externe Festplatte (750 GB) mittels TimeMachine automatisch gesichert.
  • Archiv: Drobo S mit 2×1 TB-Platten
  • Online-Backup: Backblaze, welches die Daten vom Arbeitssystem, der externen Festplatte und des Drobo in ein externes Rechenzentrum sichert

Ein Kommentar zum Beitrag “Meine Backup Strategie mit Drobo und Backblaze”

  1. Robert sagt:

    Leider gibt es bei Backblaze keine gescheite Widerherstellungsmöglichkeit, nur umständliches herunterladen von ZIP Dateien. Somit geht die Ordnerstruktur verloren.

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