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Grauverlaufsfilter – Die Rettung so mancher Landschaftsaufnahme

Früher, im analogen Fotozeitalter konnte man nicht ohne Filter. Heute werden sie gerne einmal für Überflüssig befunden. Dabei können gerade Schwarzfilter und Grauverlaufsfilter die Rettung für so manches Bild sein. Die beste Zeit für Aufnahmen ist kurz nach dem Sonnenaufgang bzw. kurz vor Sonnenuntergang. Warum? Weil dort die Kontrastverhältnisse zwischen den dunklen und hellen Bereichen wesentlicher geringer ist und die Farben wärmer sind. Manchmal führt aber auch der niedrige Sonnenstand zu anderen Problemen, z.B. unschönen Schattenwürfen. Daher kann man manchmal nicht anders, als im »normalen« Tageslicht zu fotografieren und da kann ein Grauverlaufsfilter sehr praktisch sein.

Bei solchen Fotos gibt es zwei Möglichkeiten: Die Belichtungsmessung der Kamera stellt sich auf die dunklen Bereiche (Tiefen) ein, mit dem Ergebnis, dass die hellen Bereiche (Lichter) meist viel zu hell geraten. Oder umgekehrt. Oft sind die Kontraste so groß, dass entweder die Tiefen absaufen oder in den Lichtern keine Zeichnung mehr vorhanden ist (reines weiß). Beides ist recht unschön, und kann so manche Landschaftsaufnahme kaputt machen. Hier kann ein Grauverlaufsfilter helfen, den Kontrastumfang (Dynamikumfang) zu reduzieren.

Digitaler Grauverlaufsfilter

Was mit einem herkömmlichen Filter erreicht werden kann, geht natürlich auch in der digitalen Dunkelkammer mit Photoshop, Adobe Lightroom oder Apple Aperture. Allerdings auch nur in einem sehr begrenzten Maße. Denn, wenn bei der Aufnahme der Kontrast schon so groß war, dass Bildinformationen in den Tiefen oder Lichtern fehlen, dann kann auch Photoshop diese Informationen nur begrenzt wiederherstellen.

Ein Tutorial für Photoshop gibt es hier. Allerdings ist dieses in Teilen mit Vorsicht zu genießen: In Schritt 5 wird der Kontrast mit »Helligkeit/Kontrast« korrigiert. Das sollte mit diesem Werkzeug allerdings nie gemacht werden. Wesentlicher besser ist die Korrektur mit der »Tonwertkorrektur« oder noch besser mit der »Gradationskurve«. Letzteres erfordert allerdings auch deutlich mehr Wissen, über die zugrundeliegende Arbeitsweise des Werkzeugs.

Wesentlich günstiger ist es, dies natürlich bereits bei der Aufnahme mit einem herkömmlichen Filter auszugleichen.

2 Kommentare zum Beitrag “Grauverlaufsfilter – Die Rettung so mancher Landschaftsaufnahme”

  1. Bjoern sagt:

    Ich nutze gerne einen Grauverlaufsfilter der Marke Cokin. Sehr nützlich gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen z.b. heller Himmel, dunkler Boden.

    • Christian Beier (Autor) sagt:

      Ja, gerade die Grauverlaufsfilter von Cokin eignen sich sehr gut, da hier die Position des Verlaufes angepasst werden kann. Bei Filtern die auf das Gewinde geschraubt werden, ist dies ja leider nicht möglich.

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